Home       Kontakt       Impressum       Sitemap       News       Sprachen     

 

Vietnam Rückblick aus Unterlagen zusammengestellt:  H.P Widmer   16.1.2011

Grüner Text = KFKOK     Schwarzer Text = Wikipedia

 

Eigentlich wollten wir aus einem Buch Namens Geschichte des Vietnam Krieges von Marc Frey,  gekauft im Kriegsmuseum in Saigon (neu Ho Chi Minh City genannt) für 2 USD, eine Zusammenfassung machen.

Sein Buch hat uns bewogen, diese Information auch auf unsere Webseite zu tun.

http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/102471.html

Der Vietnam Krieg:

Der erste Indochina Krieg forderte 800000 Menschenleben.

Der Krieg mit der USA zwischen 1961 und 1975 fielen ca. 2 Mio. Vietnamesen dem Krieg zum Opfer. Hinzu kamen 300 000 Vermisste. Mehrere hundert tausende Kambotschaner und Laoten verloren ebenfalls Ihr Leben.

9000 von 15000 Dörfer wurden im Süden von Vietnam zerstört. 900000 Waisen, 1 Mio. Witwen. 

Von 3 Mio. Amerikaner, die Dienst in Vietnam hatten, von 1961 bis 1973 kamen 58000 US Soldaten um.

Bemerkung: Im Verhältnis zu den vielen Vietnamesen, nur 3 % Geldmässig und Waffenmässig war man stark überlegen. War das fair? Dioxin, Agent orange wurde versprüht. Heute noch sind Kinder, wie diese aus dem Link

von unserer www.kfkok.com Webseite, in Heimen anzutreffen.

Photobericht der Dioxin geschädigten Kinder

War das nötig? Wer trägt diese Lasten heute? Die USA wehrt sich immer noch dafür, die Verantwortung zu tragen.

 

Einsatz und Hersteller

Eine "Ranch Hand" UC-123B 1962 in Vietnam

Zwischen 1962 und 1971 wurden im Vietnamkrieg von der US-Luftwaffe bei der Operation „Ranch Hand“ („Landarbeiter“), die im Jahre 1961 von John F. Kennedy autorisiert wurde, mehr als 6.000 Einsätze mit verschiedenen Entlaubungsmitteln durchgeführt. Agent Orange wurde aus Flugzeugen oder Helikoptern von Januar 1965 bis April 1970 versprüht.[3] Das Ziel war die Entlaubung der Wälder, um einerseits Verstecke und Versorgungswege des Gegners aufzudecken (Ho-Chi-Minh-Pfad) und andererseits eigene Militärbasen und Flugplätze im dichten Dschungel erweitern zu können. Darüber hinaus wurden auch Ackerflächen besprüht, um dem Feind die Nahrungsgrundlage zu entziehen.

Agent Orange wurde unter anderen von den US-Firmen Dow Chemical und Monsanto hergestellt und geliefert. Wegen des enormen Bedarfs kam es bald zu Lieferschwierigkeiten. Zwischenprodukte für die Herstellung von Agent Orange wurden auch von der deutschen Firma Boehringer Ingelheim und vom tschechischen Unternehmen Spolana in Neratovice bezogen. Laut eines Artikels des Nachrichtenmagazins Der Spiegel von 1991 lieferte Boehringer Ingelheim 1967 eine Menge von 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge an Dow Chemical.[1] Der Einsatz von Agent Orange erreichte seinen Höhepunkt in der intensivsten Phase des Krieges in den Jahren 1967 und 1968.

Die Hauptmenge des verwendeten Agent Orange bestand aus einer Mischung der n-Butyl-Ester der 2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure (2,4,5-T) und 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D) zu gleichen Teilen. Der Wirkstoffgehalt lag bei 1033 Gramm pro Liter, angegeben als esterfreie 2,4,5-T und 2,4-D. Vermutlich ab 1968 wurde auch „Agent Orange II“ verwendet, das aus einer 50:50-Mischung des iso-octyl-Esters von 2,4,5-T und des n-Butyl-Esters von 2,4-D bestand. Es hatte einen Wirkstoffgehalt von 910 Gramm pro Liter. Von „Agent Orange II“ wurden 3.591.000 Liter nach Vietnam geliefert. Die US-Streitkräfte versprühten während des Krieges insgesamt 45.677.937 Liter Agent Orange. Eine „Modified Orange“ genannte Mischung, die zusätzlich den Wirkstoff Picloram enthielt, wurde nur testweise verwendet.[4]

Versprühen von Entlaubungsmittel im Mekong-Delta am 26. Juli 1969.

Das letzte Sprühflugzeug mit Agent Orange startete am 7. Januar 1971. Nach Ende des Vietnamkriegs hatte die U.S. Air Force noch einen Vorrat von 2.338.900 Gallonen (8.853.672 Liter), die einem Anschaffungswert von 16.540.000 $ entsprachen. In den USA war 1970 eine Anwendungsbeschränkung für 2,4,5-T ergangen, die von der EPA 1971 bestätigt wurde. Es gab Überlegungen, das überschüssige Agent Orange als Herbizid nach Südamerika zu verkaufen.[5] Die Vorräte an Agent Orange wurden auf Johnston Island und beim Naval Construction Battalion Center in Gulfport (Mississippi) gelagert. Erst jetzt begann man, Dioxingehalte zu bestimmen. Es stellte sich heraus, dass die Dioxinkonzentrationen von Fass zu Fass stark unterschiedlich sein konnten. In Gulfport fand man bei einer Untersuchung von 28 Proben TCDD-Konzentrationen zwischen 6,2 und 14,3 ppm, der Mittelwert lag bei 13,25 ppm. Bei einer weiteren Untersuchung lagen die TCDD-Gehalte zwischen 0,05 und 13,3 ppm, daraus wurde ein Mittelwert von 2,99 ppm (mgL-1) abgeleitet. Bei 200 Stichproben aus dem Lager auf Johnston Island ergab sich für Agent Orange ein Mittelwert von 1,91 ppm ± 20% TCDD. Dabei hatte man die vier Proben mit den höchsten Gehalten (17, 22, 33 und 47 ppm) aus der Auswertung genommen, weil es sich dabei möglicherweise um Agent Purple handelte. Die verbliebenen Bestände wurden schließlich 1977 an Bord des Verbrennungsschiffs Vulcanus auf hoher See verbrannt.[4] Die Schätzungen der insgesamt in Vietnam in Verbindung mit den eingesetzten Herbiziden freigesetzten Mengen Dioxin reichen von 106 bis über 300 kg.[6][7]

Probleme und Schäden bis zum heutigen Tag

Eine vietnamesische Professorin vom Tu Du-Krankenhaus für Geburtshilfe und Gynäkologie mit einer Gruppe teils schwerstbehinderter Kinder. So sind bei dem Kind im Vordergrund die Augen nicht ausgebildet. Auch besitzt der Junge links im Hintergrund nur ein Bein.

Da Agent Orange mit TCDD verunreinigt war, führt es bis heute zu erheblichen irreversiblen gesundheitlichen Problemen bei der Bevölkerung der ehemaligen Einsatzgebiete.

Laut Angaben des Vietnamesischen Roten Kreuzes leiden zirka 500.000 Vietnamesen an den Spätfolgen von Agent Orange. Diese sind: Missbildungen (insbesondere Lippen-Kiefer-Gaumenspalten) und Immunschwächen. Viele vietnamesische Neugeborene kommen auch drei Generationen nach dem Einsatz von Agent Orange noch mit schweren Missbildungen zur Welt. Auch Krebs zählt zu den Spätfolgen.[1] Es gibt zwar bis heute keine Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen der Exposition mit Agent Orange und der Tumorentstehung bestätigen, jedoch ist Dioxin als krebserregend bekannt.

Nach neuesten Forschungen versprühte die US-Armee während des Vietnamkrieges 80 Millionen Liter toxischer Chemikalien. Weil der vietnamesischen Regierung das Geld für großflächige Bodenversiegelungen fehlt, ist das Gift auch 30 Jahre nach Kriegsende noch im Nahrungskreislauf. Schätzungsweise zwei bis vier Millionen Menschen sind von den Spätfolgen betroffen.[2] Eine 2006 erschienene Zusammenfassung von Bodenuntersuchungen über 12 Jahre kommt zu dem Schluss, dass ein punktuelles Dioxinproblem in Vietnam besteht. Während der größte Teil des Landes nicht kontamiert ist oder der Grad der Verschmutzung unter internationalen Richtlinien liegt, stellen manche ehemalige Militärbasen und Flugfelder ein ernsthaftes Problem dar. Die Autoren empfehlen, internationale Hilfe hierauf zu konzentrieren.[8]

Noch immer werden auf schwerste Weise missgebildete und kranke Kinder geboren. Die meisten Opfer können gar nicht oder nicht angemessen medizinisch versorgt werden. Die vietnamesische Regierung investiert zur Zeit vorwiegend in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Einzelne bauen mit Hilfe selbst gesammelter Spenden Heime und Gesundheitsstationen für die Opfer von Agent Orange. 1998 wurde das unter Mithilfe amerikanischer Kriegsveteranen aufgebaute Dorf der Freundschaft eröffnet, ein Behandlungszentrum für Opfer des Entlaubungsmittels. Dennoch sind auch dies Einzelaktionen, die nur einer Minderheit der Betroffenen zugute kommen.

 

Juristische Aufarbeitung  Agent Orange Dioxin heute noch  ein Problem.

Auch im Vietnamkrieg eingesetzte US-Soldaten waren durch Schäden in Folge von Agent Orange betroffen. Als der Zusammenhang zwischen den Gesundheitsschädigungen und dem Dioxin anerkannt wurde, reichten betroffene Soldaten Sammelklagen gegen mehrere Herstellerfirmen ein. Am 7. Mai 1984 kam es zu einem vorläufigen außergerichtlichen Vergleich; im folgenden Jahr wurde von sieben Firmen ein Fonds über 180 Millionen Dollar für Entschädigungszahlungen eingerichtet, was bis dahin die höchste jemals in einem Vergleich gezahlte Summe war. Bis 1994 wurden an 52.000 Veteranen und Hinterbliebene 197 Millionen Dollar ausgezahlt.[9]

Eine Gruppe vietnamesischer Opfer hat gegen die amerikanischen Hersteller Klage eingereicht, die jedoch im März 2005 abgewiesen wurde. Nach Ansicht des Richters war der Einsatz von Agent Orange keine chemische Kriegsführung und deshalb kein Verstoß gegen internationales Recht.[10]

 

Wir haben den Verein KFKOK vor einigen Jahren gegründet. Der Sinn ist, dass eben solche sinnlose Kriege nicht geführt werden. Das schlimme ist, dass irgendwelche Sesselsitzer auf sicheren Plätzen ihre Macht und ihre Härte zeigen wollen, aber dafür Millionen Menschen umbringen, durch das unmenschliche Denken.

Wir, der Verein KFKOK, werden mit aller möglichen Kraft versuchen, dass solche Kriege nicht nötig werden. Wir bitten daher alle leitenden Menschen, wie aber auch die einfachen Bürger, versucht immer miteinander auszukommen. Das der Kommunismus eine unglaubliche Stärke haben kann und hat, ist auch erklärbar, wenn in der kapitalistischen Welt einer nichts hat, der Nachbar dafür 5 Autos in der Garage, das zeigt eben, dass doch der Kommunismus fairer ist als der Kapitalismus. Aber nicht der Krieg soll so was regeln, sondern der Verstand.

 

Information aus dem Wikipedia, Original Link   http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnam

 

Vietnam (vietnamesisch: Vit Nam, Bedeutung: Viet im Süden, amtlich Sozialistische Republik Vietnam, vietnamesisch: Cng hoà Xã hi Ch nghĩa Vit Nam) ist ein langgestreckter Küstenstaat in Südostasien. Er grenzt an China, Laos, Kambodscha und das Südchinesische Meer.

Vietnam errang im 10. Jahrhundert die Unabhängigkeit von China, wurde von wechselnden Dynastien regiert und kam um 1880 unter französische Vorherrschaft. 1941 von Japan erobert, wurde es 1945 in das kommunistische Nordvietnam (Hauptstadt Hanoi) und das vom Westen unterstützte Südvietnam (Hauptstadt Saigon) geteilt. Nach dem Vietnamkrieg kam es 1976 zur Wiedervereinigung und Saigon wurde nach dem verstorbenen Staatschef Nordvietnams in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt.

Französischer Indochinakrieg (1946–1954)

Der Versuch Frankreichs, sich auch das inzwischen unabhängige Nordvietnam wieder botmäßig zu machen, führte 1946 zum Ausbruch des Indochinakrieges (siehe Vorgeschichte des Indochinakrieges). In Südvietnam wurde 1948 eine unter französischer Aufsicht stehende Gegenregierung eingesetzt, der ab 1949 der ehemalige Kaiser Bảo Đại als Staatschef vorstand. Nach jahrelangem Guerillakampf gelang es den Việt Minh unter General Vo Nguyen Giap am 7. Mai 1954, die Franzosen in der Schlacht von Điện Biên Phủ zu besiegen. Dieser Sieg markierte das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Indochina. Es folgten ein Waffenstillstand und die Genfer Konferenz vom 21. Juli 1954, auf der die Teilung Vietnams entlang des 17. Breitengrades in die (nördliche) Demokratische Republik Vietnam (Hauptstadt Hanoi) und die (südliche) Republik Vietnam (Hauptstadt Saigon) beschlossen wurde. Bis Mai 1955 hatte Frankreich alle Truppen aus Indochina abzuziehen.

In Südvietnam beauftragte Staatschef Bảo Đại am 16. Juni 1954 den Katholikenführer Diệm mit der Regierungsbildung. Im Jahr darauf entmachtete Diem Bao Dai und erhob sich selbst zum Staatschef. Landreformen, die die Viet Minh veranlasst hatten, wurden zurückgenommen. Die Regierung Diệms war unpopulär, Studenten und Buddhisten protestierten gegen die Regierungspolitik. Die USA sahen sich veranlasst, ihre Unterstützung für Südvietnam zu verstärken, um den Sturz des Regimes zu verhindern. Bis 1960 versank Südvietnam immer mehr in Korruption und Chaos. Am 2. November 1963 wurde Diệm ermordet. Darauf folgten mehrere kurzlebige Regimes, bis eine von den USA protegierte Militärjunta unter Nguyễn Văn Thiệu und Nguyen Cao Ky die Macht an sich riss und Dương Văn Minh zum Staatschef erhob.

Vietnamkrieg

Hauptartikel: Vietnamkrieg

Am 30. Juli 1964 fingierten die USA einen Zwischenfall im Golf von Tonkin. Die USA starteten massive Vergeltungsangriffe auf Nordvietnam. Die erst 1971 veröffentlichten sog. Pentagon-Papiere zeigten allerdings auf, dass die USA diesen Krieg unter anderem seit längerem geplant hatten, um in Süd-Vietnam eine Beteiligung der Kommunisten an der Regierung zu verhindern. Ab 1965 gab es einen systematischen Luftkrieg der USA gegen Nordvietnam; im Süden operierten US-Bodentruppen. Bis 1968 eskalierte der Krieg, obwohl die USA Nordvietnam militärisch weit überlegen waren. Auf der Seite der Befreiungsbewegung kämpften rund 230.000 Partisanen und 50.000 Angehörige der offiziellen nordvietnamesischen Streitkräfte. Ihnen standen rund 550.000 Amerikaner, ungefähr die gleiche Zahl ARVN-Soldaten, 50.000 Südkoreaner und kleinere Kontingente Verbündeter (darunter auch aus Australien und Neuseeland) gegenüber.

Am 31. Januar 1968 gelang den Viet Cong ein politisch wichtiger Sieg: In der Tet-Offensive nahmen die kommunistischen Partisanen Südvietnams vorübergehend Teile Saigons und weiterer Städte ein, die gut gesicherte Botschaft der USA in Saigon wurde angegriffen. In den USA konnte nun die Regierung nicht mehr behaupten, dass der Konflikt unter Kontrolle sei. Es war offensichtlich, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden konnte, die öffentliche Meinung in den USA schwenkte um, nicht zuletzt aufgrund von Presseberichten und Bildreportagen über Kriegsgräuel, Massaker und Napalm-Opfer. Die USA beschlossen deshalb 1969 die Vietnamisierung des Krieges und den Abzug ihrer Truppen in mehreren Schritten. Die Bombardierungen und Luftangriffe, insbesondere die Verwendung von Entlaubungsmitteln, dauerten jedoch bis 1973 an.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Ho_Chi_Minh_Mausoleum_2006.jpg/220px-Ho_Chi_Minh_Mausoleum_2006.jpg

http://bits.wikimedia.org/skins-1.5/common/images/magnify-clip.png

Ho Chi Minhs Mausoleum in Hanoi

Am 3. September 1969 starb Hồ Chí Minh, der Präsident Nordvietnams. Am 27. Januar 1973 vereinbarten Henry Kissinger und Lê Đức Thọ, der Nachfolger von Hồ Chí Minh, einen Waffenstillstand. Damit endete die direkte Kriegsbeteiligung der USA, die Waffenlieferungen an Südvietnam gingen jedoch weiter. Die Nordvietnamesen setzten den Kampf gegen Südvietnam erfolgreich fort. Am 21. April 1975 stand Saigon vor dem Fall, Staatschef Nguyễn Văn Thiệu legte sein Amt nieder, die letzten verbliebenen Vertreter der USA wurden evakuiert. Am 30. April wurde Saigon eingenommen, Südvietnam kapitulierte bedingungslos, der Vietnamkrieg war damit zu Ende.[7]

 

Sozialistische Republik Vietnam

Am 2. Juli 1976 wurden Nord- und Südvietnam unter dem Namen Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint. Saigon, die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt (Thành phố Hồ Chí Minh) umbenannt.

Das in der Folge des Vietnamkrieges entstandene kommunistisch-maoistische Regime der Roten Khmer in Kambodscha und vor allem deren Attacken auf vietnamesisches Gebiet veranlassten Vietnam, in Kambodscha einzumarschieren. Anfang 1979 eroberten vietnamesische Truppen Phnom Penh und errichteten einen von Vietnam abhängigen „Revolutionären Volksrat“ unter Heng Samrin. Die Volksrepublik China, die die Regierung der Roten Khmer unterstützt hatte, provozierte daraufhin angesichts der moskautreuen Politik Vietnams entlang der Grenze zu Vietnam bewaffnete Auseinandersetzungen, die als Erziehungskrieg bekannt wurden. Während der mehrwöchigen Kämpfe erlitten beide Seiten hohe Verluste. China zog sich schließlich wieder zurück und gab an, seine Ziele erreicht zu haben. Der Konflikt endete ohne klaren Sieger. Erst 1989 zog Vietnam sich aus Kambodscha zurück.

1983 befanden sich rund 2.000 sowjetische Militärberater im Land, die Luft- und Seestützpunkte (u. a. in Cam Ranh) sowie eine Abhörstation betrieben, deren Nutzung vertraglich vereinbart war.

1986 veranlasste die Kommunistische Partei Vietnams wirtschaftliche Reformen, genannt Đổi mới (Erneuerung). Während der neunziger Jahre gab es ein rapides Wirtschaftswachstum und Vietnam wurde wieder in die internationale Staatengemeinschaft aufgenommen. 1995 nahm Vietnam wieder diplomatische Beziehungen zu den USA auf, die ein Jahr darauf das seit dem Vietnamkrieg bestehende Handelsembargo aufhoben.

Regierungsform

Vietnam wird von einem Kollegium aus drei Personen geführt, das aus dem Vorsitzenden der KPV, dem Premierminister und dem Staatspräsidenten besteht. Alle Entscheidungen dieses Kollegiums werden einstimmig gefällt. Der Parteivorsitzende ist in der Regel auch Vorsitzender des Politbüros der KPV, welches 15 Mitglieder hat.

Laut Verfassung ist die Nationalversammlung, das Einkammernparlament Vietnams, das höchste Organ staatlicher Macht. Die 498 Abgeordneten werden für eine Legislaturperiode von 5 Jahren gewählt. Mindestens zweimal jährlich muss die Nationalversammlung eine Vollversammlung abhalten. Die Nationalversammlung ernennt den Staatspräsidenten, den Premierminister, die Regierung (Exekutive), die Prokuratur des Obersten Volksgerichtshofes und des Oberen Volkskontrollamtes. Die Nationalversammlung hat seit der letzten Verfassungsänderung an politischem Einfluss gewonnen; sie kann jetzt Gesetze ändern und Minister zur Verantwortung ziehen. Die eigentliche politische Macht liegt jedoch bei der kommunistischen Partei, welche die Regierung und den Wahlprozess unter ihrer Kontrolle hat. Sie steuert mit ihrem Zentralkomitee und dem Politbüro die Politik des Landes; alle hohen Regierungsmitglieder sind auch Mitglieder der KPV.

Wahlen finden in Vietnam auf zwei Ebenen statt: Auf nationaler Ebene (alle fünf Jahre Wahlen zur Nationalversammlung) sowie auf Distriktsebene (Wahl der Volksräte). Die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen wollen, werden von der Kommunistischen Partei nach strengen Kriterien ausgewählt; trotzdem sind jeweils 25 % der Abgeordneten keine Parteimitglieder. Auf Distriktsebene müssen seit 2003 von Rechts wegen zumindest zwei Kandidaten mehr antreten als Sitze zu vergeben sind.[2]

Verfassung

Die erste Verfassung Vietnams wurde im November 1946 verabschiedet. Sie legte die Unteilbarkeit des Landes sowie die Gleichheit aller Bürger des Landes vor dem Gesetz fest. Seitdem gab es 1959, 1980 und 1992 neue Verfassungen. Die heutige vietnamesische Verfassung gilt in ihrer Version vom 15. April 1992, welche 2001 modifiziert wurde. Sie stellt, im Unterschied zur Verfassung von 1980, die kommunistische Partei formell unter die Verfassung und das Gesetz, während bis dahin die Partei die Autorisierung dazu hatte, alles zu tun, was sie zum Aufbau des Sozialismus notwendig erachtete. Die heutige Verfassung hat ihren Schwerpunkt in Richtung von Entwicklung von Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Technologie, Schutz des Privaten Sektors und von ausländischen Investoren verschoben.

Artikel 4 der Verfassung legt jedoch nach wie vor die führende Rolle der Kommunistischen Partei Vietnams fest und verbietet somit alle Oppositionsparteien.

Die Verfassung Vietnams räumt formell allen Bürgern Grundrechte wie Redefreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Glaubensfreiheit usw. ein. Aufgrund der staatlichen Zensur [8] und Kontrolle durch die kommunistische Partei ist es den Bürgern nur in gewissem Umfang möglich, ihre Grundrechte in Anspruch zu nehmen.

Administrative Gliederung

Hauptartikel: Administrative Gliederung Vietnams

Vietnam ist in 59 Provinzen und fünf Munizipalitäten unterteilt. Unter dieser Ebene folgen Städte, Distrikte und Dörfer. Die Provinzen und Munizipalitäten sind direkt der Zentralregierung unterstellt. Auf der Distriktsebene gibt es gewählte Volksräte, gegenüber welchen die lokalen Behörden bis zu einem gewissen Maß gebunden sind.[2]

Rechtssystem

Vietnam verfügt über keine unabhängige Judikative. Die im vietnamesischen Rechtssystem handelnden Personen sind alle unmittelbar oder mittelbar durch die kommunistische Partei ausgewählt, wobei politische Zuverlässigkeit das wichtigste Auswahlkriterium ist. Die Partei nimmt auch auf Rechtsentscheidungen Einfluss, welche an die Monopolstellung der KPV in Frage stellen könnten. Darüber hinaus fehlt es an Richtern und Anwälten mit adäquater Ausbildung.

Die oberste Instanz des vietnamesischen Rechtssystems ist der Oberste Volksgerichtshof, welcher der Nationalversammlung unterstellt ist und dessen Mitglieder auf Vorschlag des Staatspräsidenten von der Nationalversammlung ernannt werden. Die Nationalversammlung bestimmt auch das Budget der Judikative. Dem Obersten Volksgerichtshof sind die Volksgerichte auf Distrikts- und Provinzebene, die Militärtribunale sowie die Verwaltungs-, Wirtschafts- und Arbeitsgerichte unterstellt.

Die Todesstrafe ist in Vietnam nicht abgeschafft; sie wird unter anderem gegen Personen verhängt, die der Korruption oder des Drogenhandels überführt wurden.[2]

Außenpolitik

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d2/Vietnamesische_Botschaft_Helsinki.jpg/220px-Vietnamesische_Botschaft_Helsinki.jpg

http://bits.wikimedia.org/skins-1.5/common/images/magnify-clip.png

Vietnamesische Botschaft in Helsinki

Während des Vietnamkrieges und danach war Vietnam in Südostasien weitgehend isoliert. Die USA hatten ein Wirtschaftsembargo verhängt und drängten auch andere Staaten, Vietnam zu boykottieren. Speziell nach dem Einmarsch in Kambodscha (1978-89) waren auch die Beziehungen zur Volksrepublik China so gespannt, dass an der vietnamesisch-chinesischen Grenze ein Krieg ausbrach. Vietnam integrierte sich deshalb sehr stark in den RGW. Aus der Isolierung kam das Land erst nach dem Rückzug aus Kambodscha 1991 heraus.

In den 1990er Jahren entspannten sich die Beziehungen zu allen Nachbarstaaten. Im Jahre 1991 nahm das Land wieder diplomatische Beziehungen zu den meisten Ländern Europas, China und Ostasiens auf. Unterhielt Vietnam vor dem Ende des Kalten Krieges nur zu 23 nicht-kommunistischen Staaten diplomatische Beziehungen, sind es heute 172. Es gibt Handelsabkommen mit 76 Ländern sowie eine ebenso hohe Anzahl an Ländern mit Meistbegünstigtenstatus. Die USA haben ihr Embargo gegen Vietnam aufgehoben und so wurde der Beitritt zur Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und zur Asiatischen Entwicklungsbank möglich. Im Juli 1995 trat Vietnam der ASEAN bei, 1998 dem APEC. Seit dem 11. Januar 2007 ist Vietnam 150. Mitglied der WTO. 2008 wurde das Land zu einem von zehn nicht-ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrat gewählt. Von besonderem Interesse für Vietnam sind die Beziehung zur asiatisch-pazifischen Region, und hier besonders zu China, als ebenfalls sozialistischem Staat und Hauptordnungsmacht in der Region.[9]

Grenzstreitigkeiten gibt es mit einer Reihe von Staaten um die Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer. Sie liegen in einem Gebiet, in dem Erdöl vermutet wird.

Militär

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/04/Flag_of_Viet_Nam_Peoples_Army.PNG/220px-Flag_of_Viet_Nam_Peoples_Army.PNG

http://bits.wikimedia.org/skins-1.5/common/images/magnify-clip.png

Flagge der Vietnamesischen Volksarmee (VVA)

Vietnam sieht sich momentan keinen Bedrohungen von außen gegenüber. Die Regierung hat deshalb in den vergangenen Jahren die Truppenstärke und Verteidigungsausgaben reduziert. Es wird geschätzt, dass 2003 2,3 Milliarden Dollar für Verteidigungszwecke aufgewendet wurden.[2] Trotzdem gehört das vietnamesische Militär zu den mächtigsten und schlagkräftigsten in der Region.[2] Auch innenpolitisch ist das Militär stark, viele ranghohe Militärs nehmen einflussreiche Positionen in Partei- und Staatsführung ein. Nach den militärischen Auseinandersetzungen mit Frankreich, den USA und China hat es in der Bevölkerung starken Rückhalt.[2]

Die Vietnamesische Volksarmee hat eine Stärke von etwa 412.000 Mann; es existiert eine allgemeine Wehrpflicht für alle Männer, die in der Regel zwei Jahre dauert. Die Marine hat 42.000 Mann; die modernste Teilstreitkraft Vietnams ist die Luftwaffe mit 30.000 Mann. Ihre Hauptstärke besteht aus 124 MiG-21, 53 Su-22 und 12 Su-27.[2] Weitere Anschaffungen sind getätigt bzw. geplant.

Neben der regulären Armee gibt es paramilitärische Reserveeinheiten, deren Stärke auf 4 bis 5 Millionen Mann geschätzt wird. Hierzu gehören die Selbstverteidigungskräfte und die Volksmiliz.[2]

 

Der Verein KFKOK unterstützt Vietnam und bittet auch andere, Vietnam zu helfen. Es hat so viel durchgemacht, dass es unfair wäre, wenn man nur zuguckt! 

Danke, Vielen Dank.

 

Gruss  Iris  &  Hans-Peter Widmer  z. Zeit in Vietnam   16.1.2011

 

Home       Kontakt       Impressum       Sitemap       News       Sprachen