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Zeitungsartikel in Ukrainsicher Zeitung Mai 2006

 

WIE KÖNNEN DIE SCHWEIZERISCHEN „SANITÄTSPINZGAUER“ BEFREIT WERDEN?

 

 

In der Ausgabe vom letzten Samstag schrieb „Europa-Zentr“ davon, dass die Leichen im Dorf Perechyn mit den Müllabfuhrwagen transportiert werden. Und bereits am Montag hat die Zeitungsredaktion den Anruf von einem Leser bekommen:

- Sie interessieren Sich dafür, ob es wirklich in Perechyn keinen speziellen Wagen für Leichentransport gibt. Vielleicht, hat man auch keinen. Erkundigen Sie sich danach: Warum stehen ab März in Chop „einfach so“ sechs Sanitätswagen, die wir aus der Schweiz als Humanitäre Hilfe geschenkt bekommen haben?

- Das könnte aber nicht sein!

- Doch! Doch! Besuchen Sie die Web-Seite www.kfkok.com, finden jemanden, der die deutsche Sprache kann und dann werden Sie alles selber verstehen...

Die Seite wurde besucht, entsprechende Person gefunden und hat sich wirklich ergeben, dass unser Leser doch das Recht hatte. In dieser Sache ist niemand als „letzte“ zu finden, da kann man weder jemanden beschuldigen, noch jemandem vorwerfen. Die Pattsituation, wie man sagt. Das alles ist folgenderweise passiert.

Die schweizerische Armee, soeben wie auch in einem anderen Land, verfügt über militärische Sanitätsautos. Ein Teil von denen wird für die Leistung der Ersten Hilfe eingesetzt, ein anderer Teil gilt als Reserve. Wie ersten, als auch andere müssen in gewisser Zeit abgeschrieben und durch neue ersetzt werden. So sind die Schweizer zur Idee gekommen: sechs von solchen abgeschriebenen, aber nicht verbrauchten Autos an Transkarpatien als Humanitäre Hilfe zu schenken. 

Wie gedacht, so gemacht. Mit den Wagen wurde auch die Ladung mit anderen Sachen als Humanitäre Hilfe beigelegt und Anfang März hat sich  „Wohltatkonvoi“ auf den Weg gemacht.

Man ist bei der ungarisch-ukrainischen Grenze angekommen. Die Lastwagen mit Sachen wurden von unseren Zöllner schnell und ungehindert durchgelassen, doch vor den „Pinzgauer, Sanitätswagen“ war der Schlagbaum zu. und hatten recht.

Die Sache ist die, dass in der Ukraine vor kurzem das Gesetz verabschiedet wurde, das die Einfuhr von Autos über 8 Jahre aus Ausland verbietet. Egal, sollen die „Pinzgauer Sanitätswagen “ noch neu sein, und auf dem Tachometer fast gar nichts ist, doch stimmt das Baujahr mit den vom Gesetz bestimmten Rahmen nicht überein. Mit dem Gesetz, lässt sich aber nicht streiten, er muss streng eingehalten werden...

Die Schweizer sind aufs Tiefste mit eigenen besten Gefühlen beleidigt. Aus der von der oben erwähnten Web-Seite folgenden Information sieht man, dass sie die Situation irgendwie zu beeinflussen versuchen, indem sie verschiedene europäische Behörden mit  Briefen bestürmen. Haben die aber denn das Recht, unsere Gesetzgebung zu beeinflussen? Nein, keines. Unsere Gesetze sind unsere innere Angelegenheit...

Nebenbei sei über unsere „innere Angelegenheit“ erwähnt. Von der Schule her wissen wir, dass jede Regel eine Ausnahme hat. Vielleicht könnte man eine „Ausnahme“ in dieser Situation machen, wenn auch irgendwelche Initiative seitens unserer inneren Staatsbehörden, sogar zum Beispiel der Gesundheitsverwaltung gezeigt wurde? „Umsonstige“ Sanitätspinzgauer sind ihre direkte „Interessiertheit“. Die Aktivität ihrerseits lässt sich aber nicht beobachten... 

Vielleicht könnte ich auch kein Recht haben? Es könnte auch sein, dass unsere Regionalverwaltung im aktiven Briefwechsel betref. diesem Thema mit den „höheren Instanzen“ steht, bloß weiß ich nichts darüber Bescheid?  Die Frage bleibt offen. Ich weiß nur eines: wir beschweren uns immer darüber, dass der Medizin an Geldmittel fehlt. Aber es sieht danach aus, als wir für uns „die besseren Stücke auslesen“.    

 

 

 

 

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